Mobbing: Hilfen für Führungskräfte gegen Mobbing am Arbeitsplatz

Minister Karl-Josef Laumann: Beim Mobbing gibt es nur Verlierer!

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit:

„Mobbing ist unanständig und unakzeptabel, denn Mobbing kann die Betroffenen krank machen. Es ist aber auch unwirtschaftlich, denn ungelöste Konflikte belasten das Betriebsklima und kosten viel Energie, Zeit und Geld. Beim Mobbing am Arbeitsplatz gibt es nur Verlierer!“ Das sagte Arbeits- und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann heute (19. November 2008) in Düsseldorf anlässlich einer Tagung seines Ministeriums, wo Hilfen für Führungskräfte bei Konflikten und Mobbing im Unternehmen vorgestellt wurden.

Kernstück ist ein Handlungsleitfaden, den das nordrhein-westfälische Arbeitsministerium bei der Sozialforschungsstelle in Dortmund in Auftrag gegeben hatte. Darin werden wie in einem Werkzeugkasten Hilfsmittel für Führungskräfte beim Erkennen von und dem Umgang mit Konflikten und Mobbing dargestellt. Neu sind dabei eine ganzheitliche Betrachtungsweise von betrieblichen Konflikten sowie eine pragmatische, in konkreten Einzelschritten beschriebene Strategie zur Lösung solcher Probleme.

Der Leitfaden enthält Checklisten zur Analyse, ob und wenn ja warum es im Organisationen zu Mobbing gekommen ist. Dann werden schrittweise und am betrieblichen Alltag orientierte Handlungs- und Eingriffsmöglichkeiten beschrieben. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Vorbeugung gegen Mobbing. Auch hierzu werden in der betrieblichen Praxis erprobte Strategien übersichtlich in Tabellen und Checklisten dargestellt.

„Der Berufsalltag ist heute für viele Menschen härter geworden: Zeitdruck, hohe Verantwortung, Arbeitsverdichtung und Stress führen in Organisationen nicht selten zu Konflikten in der Belegschaft. Und daraus kann dann Mobbing entstehen“, so Minister Karl-Josef Laumann weiter. Die Landesregierung habe das Problem erkannt und in den vergangenen Jahren bereits eine Reihe von Schritten gegen das Mobbing unternommen. Beispielsweise sei ein zentrales Mobbing-Telefon (die „MobbingLine“) eingerichtet worden.

Für Mobbing gibt es viele Definitionen, gemeinsam ist ihnen, dass Menschen ständig schikaniert, „geschnitten“ und in ihrer Würde verletzt werden. In Deutschland leiden etwa 1,6 Millionen Menschen unter Mobbing am Arbeitsplatz. Über die volkswirtschaftlichen Kosten des Mobbings liegen keine verlässlichen Zahlen vor, Schätzungen gehen aber von Milliardensummen aus.

Das Projekt und die Broschüre „Konfliktlösungen am Arbeitsplatz. Eine Handlungshilfe für Führungskräfte bei Konflikten und Mobbing“ des nordrhein-westfälischen Arbeitsministeriums ist mit Mitteln des Landes und des Europäischen Sozialfonds finanziert worden.

Die kostenlose Broschüre kann beim Ministerium angefordert werden und steht dort auch zum Download zur Verfügung: http://www.mags.nrw.de

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Link-Tipp:

Stimmen und Gesichter gegen Mobbing

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