Mobbing – Statement von Frank-Walter Steinmeier

Die SPD setzt sich für mehr Beschäftigung und gute Arbeit ein. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollen ordentlich bezahlt und unter guten Rahmenbedingungen arbeiten. Das heißt selbstverständlich auch, dass wir Arbeit wollen, die sie nicht seelisch und körperlich durch schikanierendes Verhalten anderer regelrecht krank macht.

Als Mobbing bezeichnet man das Verhalten von Arbeitskollegen, Schulkameraden oder von Menschen im privaten Umfeld, mit dem diese andere gezielt schikanieren, ausgrenzen oder tyrannisieren. Dabei kann Mobbing viele Gesichter haben: Beleidigende, entwürdigende Äußerungen, Einschüchterung, Drohungen und vieles mehr. Auch sind es am Arbeitsplatz nicht immer die Kollegen, die das Opfer peinigen, allzu oft geht das Mobbing auch von einem Vorgesetzten oder dem Chef des Unternehmens aus.

Die Mittel und Wege, mit denen Mitmenschen schikaniert werden, sind ungemein vielfältig oft perfide. Eine allgemeine Definition des Begriffs „Mobbing“ wäre sehr wünschenswert. Versuche, das vielschichtige Problem justiziabel zu machen, sind bisher nicht von Erfolg gekrönt. Auch der Blick ins Ausland, wo es vereinzelt Normen gibt, die Mobbing als Tatbestand formuliert haben, zeigen, dass Sachverhalte im Graubereich oft nicht erfasst werden. Nach unserer Ansicht gibt es bisher keinen zufriedenstellenden allgemeingültigen Ansatz, der den Opfern umfassend Schutz und uns allen mehr Rechtssicherheit gibt.

Aber Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können sich heute besser wehren, als noch vor ein paar Jahren. Sie haben heute rechtliche Möglichkeiten, sich gegen Mobbing zur Wehr zu setzen. Sie können sich bei den zuständigen betrieblichen Stellen beschweren. Gegen mobbende Kollegen, Vorgesetzte oder Arbeitgeber haben sie einen Anspruch auf Unterlassung und können Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüchen geltend machen.

Darüber hinaus kann sich der / die Betroffene bei Benachteiligung aus Gründen der Rasse, ethnischer Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität nunmehr auf das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) berufen. Dieses Gesetz haben wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten gegen viel Widerstand von CDU/CSU aber auch aus der Wirtschaft konsequent durchgesetzt. Auch die nunmehr dritte europäische Antidiskriminierungsrichtlinie werden wir zügig in nationales Recht umsetzen. Dabei profitieren wir heute schon von unserer weitsichtigen Gesetzesarbeit mit dem AGG: fast alle neuen europäischen Vorgaben haben heute schon in Deutschland Gesetzeskraft.

Wir werden weiter an einem möglichst lückenlosen Schutz vor Mobbing arbeiten. Auch die Überlegungen für einen allgemeingültigen Tatbestand – etwa so wie er nach langer Zeit beim Thema Stalking gelungen ist – werden wir weiter verfolgen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Frank-Walter Steinmeier Team
Quelle: http://www.abgeordnetenwatch.de/frage-180-24284–f207010.html#q207010

Advertisements

Über kdm13

Homepage: http://www.kdm13.de/
Dieser Beitrag wurde unter klaus-Dieter May, Mobbing, Mobbing-Beratung, Mobbing-Experte abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Mobbing – Statement von Frank-Walter Steinmeier

  1. Timothyus Grassi schreibt:

    Wenn der Bock zum Gärtner mutiert:

    Für mich steht schon lange fest, dass eben diese „SPD“ vom „VS“ gänzlich unterwandert wurde und heute ausschliesslich als willfähriges Instrument des Sozialbashings und staatlich organisierten Mobbings dient. Und das geschieht nicht nur im „Grossen“, sondern trifft im ganz normalen Alltag vorallem junge, engagierte Menschen, die in ihrer jugendlichen Naivität noch glauben konnten, dass diese „Partei“ ihre Interessen wahren würde.

    Ich habe jahrelang in Bayern für ein „Kulturprojekt“ der SPD gearbeitet und viele Stunden neben meiner Ausbildung und Arbeitstätigkeit „ehrenamtlich“ geopfert.

    Im Anschluss wurde ich zum Opfer einer Intrigenpolitik, deren Ablauf bei mir heute keinen Zweifel mehr aufkommen lässt, dass es Ziel derer ist, die bei der sogenannten „SPD“ im Hintergrund die Fäden ziehen, jeden engagierten, kritikfähigen Menschen zum Vorteil von willfährigen Parteisoldaten, mit denen man Hartz 4 und sonstigen Sozialausverkauf durchsetzen kann, zu zerstören.

    Dabei wird vor nichts zurückgeschreckt und im Falle von männlichen Mobbingopfer unter dem Deckmantel eines vermeintlichen „Feminismus“ gezielt auf die Kindschaftsverhältnisse des zu zerstörenden „Objekts“ eingeschlagen. Die Intrige wird mit substanzlosen Vorwürfen, die ausschliesslich in Abwesenheit des Opfers ohne jegliche Möglichkeit zu einer angemessenen Verteidigung verbreitet werden, so lange gefüttert, bis dann die sogenannte „Psychiatrie“ als Inquisitionsbehörde auftritt und das Opfer kerkert und mit als Medikamenten getarnten Lähmungsgiften foltert, um so die Betroffenen mundtot zu machen.

    Wir leben mittendrin im Mittelalter, nur mit dem kleinen Unterschied, dass die Kirchen ihre Funktion im staatstragenden Inquisitionswesen an die „Linke“ abgegeben haben!

    Gefällt mir

  2. Timothyus Grassi schreibt:

    Naja, wenn man einzig und allein von der Intrige lebt, dann hat die Meinungsfreiheit naturgemäss wenig Platz. Ihr könnt mir ja noch mal einen von Euren Scouts an die Oberbaumbrücke schicken…

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s