Mobbing – Arbeitgeber schauen noch zu oft weg!

www.perspektive-mittelstand.de: EU-Studie
Arbeitgeber schauen Stress und Mobbing weitestgehend zu

Obschon über drei Viertel der Unternehmen in Europa die Reduzierung von arbeitsbedingten Stress als wichtiges Thema bewerten, geht einer EU-weiten Arbeitschutz-Studie zufolge nur eine Minderheit der Arbeitgeber dagegen systematisch vor.

Wie aus einer erstmals veröffentlichten Untersuchung der „Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz“ (engl.: European Agency for Safety and Health at Work, kurz EU-OSHA) hervorgeht, messen Europas Arbeitgeber dem Problemfeld Stress am Arbeitsplatz inzwischen eine ebenso so hohe Bedeutung bei wie Arbeitsunfällen. Das zeigen die Ergebnisse der Studie „European Survey of Enterprises on New and Emerging Risks“ (ESENER), für die im vergangenen Jahr mehr als 36.000 Manager, Sicherheits- und Arbeitsschutzbeauftragte von Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern aus 27 Ländern der Europäischen Union sowie aus Norwegen, Kroatien, der Schweiz und der Türkei zum Thema Sicherheit und Arbeitsschutz befragt wurden. Danach wird arbeitsbedingter Stress von 79 Prozent der befragten Unternehmen als bedeutsames Thema eingestuft und damit in seiner Relevanz genauso bedeutsam bewertet wie Arbeitsunfälle (80%) sowie Muskel- und Skeletterkrankungen (78 %). Auf den weiteren Plätzen der sicherheits- und arbeitsschutzrelevanten Themen folgen Lärm und Vibrationen (61%) und Gefahrenstoffe (58%). Dem Problemfeld Mobbing und Belästigung hingegen misst nur rund ein Drittel der befragten Arbeitgeber (37%) Relevanz bei – ebenso wie der Gefährdung durch Gewalt- bzw. Gewaltandrohung (37%).

Stressbekämpfung erfolgt zumeist nur halbherzig

Weiterlesen…: www.perspektive-mittelstand.de

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Ein Komplettzusammenfassung der Ergebnisse der Studie „European Survey of Enterprises on New and Emerging Risks“ steht zum kostenfreien Download zur Verfügung.

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4 Antworten zu Mobbing – Arbeitgeber schauen noch zu oft weg!

  1. Holger Bolsinger schreibt:

    Ich wurde gemobbt! Eine ehem. Arbeitskollegin (damals 42 Jahre und ich 34), hat aus Zorn dafür gesorgt, dass ich meinen Ruf, Arbeitsplatz und Ansehen in der regionalen Umgebung verloren habe.
    Zornig wurde sie, weil ich eine Beziehung zu ihr beendet habe, nachdem ich erfahren habe das sie einen Freund hat und der zumal auch noch ein Arbeitskollege von mir/uns gewesen ist.
    Wir arbeiteten alle im selben Raum. Als ich ihr unmissverständlich klarmachte, dass ich diese Situation nicht länger aushalte und sie nicht mehr wieder sehen wollte, hetzte sie meine Kollegen, ihren Freund und meine Vorgesetzten mit Lügen und Intriegen gegen mich auf.
    Nicht nur das, sie zeigte mich privat bei der Polizei wegen angeblichen Stalking an. Mein damaliger Arbeitgeber (Carl Zeiss Oberkochen) hat ihre Geschichte geglaubt und mich unter starken Druck gesetzt. Ich konnte mich in keinster Weise rechtfertigen bzw. zur Sprache kommen. Ich wurde so dermaßen unter Druck gesetzt, das ich schließlich einen Aufhebungsvertrag unterzeichnete.
    Heute bin ich arbeitssuchend und wenn ich mich bewerbe bei potentiellen Arbeitgebern, ist mein „Ruf“ mir schon oft vorgeeilt.
    Zitat einer Chefin die ich zwischendurch mal hatte als ich ihr erzählte was beim Zeiss geschah: „… ja Herr Bolsinger, es wird über sie geredet. Aber es wird eine ganz andere Geschichte erzählt als diese die sie mir erzählen!“
    Ich werde des Nachts immernoch von Alpträumen heimgesucht. Auch habe ich vor fremden Menschen Angst. Wenn ich eine Bewerbung versuche zu schreiben auf eine Stellenangebot… dann les ich mir die Anforderungen durch und beginne an mir zu zweifeln. Obwohl ich den Anforderungen die gestellt werden gewiss gerecht werden kann. Ich habe kein Selbstwertgefühl mehr und fühle mich hohl. Zumal weil ich mich absolut wehrlos gegen diese Anschuldigungen fühle.
    Niemand, aber absolut niemand glaubt mir.
    Ich weiß nicht wie lange ich diesen Zustand der Wehrlosigkeit, Hilflosigkeit, Leere, Einsamkeit… ich weiß nicht wie lange ich es noch ertragen kann.

    Kein Gesetz, kein Arbeitgeber, keine Mitmenschen… einfach niemand glaubt mir.
    Und alles nur weil irgend eine verlassene „Frau“ sich zuerst als Opfer präsentiert hat.
    Alles nur weil ein Mensch lügt und ich es nicht beweisen kann.

    Ich werde für den Rest meines Lebens mit einer falschen Anschuldigung leben müssen… und bin damit allein!

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  2. Rainer schreibt:

    Hallo Holger,
    Du bist nicht allein, ich kann Dir bei Deinem Problem nicht helfen
    aber Fälle wie Deiner gibt es bestimmt öfter als man denkt.
    Ich (48) arbeite seit 20 Jahren im öffentlichen Dienst und habe heute folgendes erlebt:
    “ In unser Dienststelle arbeiten wir in 2er Teams.
    Vor ca 1 jahr bekam ich eine neue Kollegin (29) die ich, wie es sich gehört, eingearbeitet habe.
    Schwierig war von Anfang an das die neue Kollegin manchmal ein Problem damit hatte
    sich was sagen bzw. von mir erklären zu lassen.

    Heute musste ich bei meinen Abteilungsleiter antreten, meine Arbeitskollegin hat sich
    über mich beschwert und kann nicht mehr mit mir zusammen arbeiten.

    Die Anschuldigungen lauten:
    ich kann nicht im Team arbeiten, ich arbeite (schaffe) weniger als sie, ich spreche mich nicht mit ihr ab, sie weiß manchmal nicht wo ich bin und was ich mache, und ich hätte manchmal komische Ansichten im Bezug auf den Arbeitsablauf.

    Diese Aussagen wurden mir von meinen Abteilungsleiter vorgetragen.

    Ergebnis:
    Sie wird umgesetzt, ich der schon seit 20 Jahren treu seinen Dienst verrichtet muss
    vorerst alleine arbeiten, und da es ja die 2. Beschwerde* (von der habe ich heute das erste mal gehört) dieser Art ist musste man sich
    überlegen, wenn noch mehr Beschwerden kommen, ob ich für die Dienststelle noch tragbar bin.
    * Die erste Beschwerde kam von meinen ehemaligen Kolllegen der kurz vor der Rente
    wegen Schwarzarbeit während seiner Krankschreibung und falschen Angaben in
    seiner Arbeitszeitkarte entlassen wurde.

    Übrigens: Sie wird dann mit dem Kollegen zusammenarbeiten der mich über Jahre
    hinweg gemobbt hat.
    Dieses Mobbing habe ich damals (vor ca. 3 Jahre) vor versammelter Mannschaft angesprochen
    und siehe da, ich war nicht der einzige der Probleme mit ihm hatte.
    Seit 3 Jahren redet er nicht mehr mit mir, und das ist gut so.

    Wegen dieser Mobbinggeschichte + private Sorgen + Scheidung war ich über 3 Monate krank geschrieben (somatoforme Störungen)

    Da jetzt diese Anschuldigungen meiner Kollegin im Raum stehen und ich diese aus dem Weg räumen bzw. mich zu rehabilitieren möchte werde ich morgen ein Gespräch fordern mit der Kollegin, der Abteilungsleitung und dem Betriebsrat.

    In diesem Gespräch soll die Kollegin die Anschuldigungen von Angesicht zu Angesicht
    noch einmal wiederholen, es soll vom Betriebsrat dabei ein Protokoll geführt werden,
    ich werde dabei auch Notizen machen und auf jede Anschuldigung eine
    Gegendarstellung abgeben.

    In diesem Gespräch kann ich nicht auf die Unterstützung des Abteilungsleiters hoffen,
    obwohl wir schon seit 20 Jahren zusammen arbeiten und er mich und
    meine Arbeitsweise genau kennt.

    Dann gibt es noch eine Dienststellenleitung von der ich mir dann Unterstüzung erhoffe. Sollte ich mich in der Dienststellenleitung täuschen dann würde es mir wohl
    wie dir ergehen, niemand glaubt mir!

    Aber ich bin guter Hoffnung, und werde kämpfen, für meinen Arbeitsplatz und meine
    Gesundheit.

    Liebe Grüße

    Rainer

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  3. Vios schreibt:

    Hallo,

    bin gerade beim Recherchieren auf Eure Einträge gestossen und was ich gelesen habe traf mich wie ein Messerstich.

    Möchte mal schildern, wie es mir ergangen ist und noch geht:
    Ich habe Ende 2009 meinen unbefristeten gut bezahlten Job gekündigt (+ Firmenwagen + Laptop), weil die Firma in Nürnberg war, ich aber aus Hamburg komme. Eine Medizinproduktefirma wollte mich unbedingt haben und die zu dem Zeitpunkt zukünftigen Mobber waren beim Vor- und Einstellungsgespräch dabei und betonten auch den Wunsch mich in ihrer Abteilung haben zu wollen. Ich dachte es ist mein Traumjob und ich wollte dort den Rest meines Arbeitslebens verbringen. Von Anfang an erfuhr ich eine Qualität von Feindseligkeiten und Menschenverachtung wie ich sie noch nicht kannte. Ich redete mir ein, dass es schon werden wird und dass sich alle erstmal aneinder gewöhnen müssen (2 Mitarbeiterinnen, die sich schon lange kennen und ich). Es wurde aber nicht besser.
    Zu dem ‚an mir vorbei reden‘, mich ignorieren, anschreien, missachten, unkollegiales Verhalten und mir über den Mund fahren kamen dann nach kurzer Zeit Fehleruntersellungen, die ich nicht zu verantworten hatte und Lügen über mich dazu. Meine Fachwissen und meine Kompetenzen wurden ausgehebelt, dabei arbeite ich seit 20 Jahren mit Medizinprodukten in verschiedenen Bereichen. Die Mobbingattacken geschahen vorsätzlich, systematisch und strategisch, jeden Tag in höchst intensiver Form. Ich könnte hier 10 Seiten vollschreiben, aber das würde den Rahmen sprengen. Fehlerunterstellung als Rechtfertigung für Mobbing? NEIN!!! Für Mobbing gibt es niemals eine Rechtfertigung. Es ist ein Verbrechen > Körperverletzung vorsätlich oder fahrlässig u.a. Ich habe ziemlich zeitig angefangen ein Mobbingtagebuch zu schreiben. Ich habe viele Gespräche mit der Geschäftsleitung geführt und mein Mobbingtagebuch vorgelegt. Mir wurde gesagt ich solle es verschwinden lassen, Mobbing gibt es nicht in dieser Firma. Auf meine Frage, wie sie das sonst bezeichnen würden bekam ich keine Antwort. Komisch, denn fünf Mitarbeiter/ innen vor mir sind auch gegangen oder gegangen wurden wegen Mobbing. Mobbing ist eine Straftat und diejenigen die die Mobber schützen machen sich mit strafbar.
    Bei mir kamen Schlaflosigkeit, Gewichtsverlust (nur noch 42 kg) Ohnmachtsanfälle, Panikattacken, mehrere Zusammenbrüche und zum Schluss Magengeschwür, Pankreatitis dazu und dann bin ich krankheitsbedingt ausgefallen und hatte nach 3 Tagen meine Kündigung im Briefkasten. Jetzt bin ich seit Mitte August AU geschrieben. Es geht mir immernoch total besch… Es ist eine beachtliche Leistung jemanden innerhalb von einem dreiviertel Jahr so runter zumobben, dass garnichts mehr geht.
    Vielleicht dachten die Chefs das wäre der bequemste Weg. Dabei ist nachgewiesenes Mobbing ein Grund zu fristlosen Kündigung verhaltens- oder personenbedingt. Mobber stören massiv den Betriebsfrieden. Wenn ich gefragt werde, warum ich diese Qälereien nicht von mir aus beendet habe, weil ich mir Anfang des Jahres ein kleines Haus gekauft habe, dass ich abbezahlen muss. Es geht um meine allgemeine Existenz. Deshalb klage ich und habe Strafantrag gestellt. Mein Glück ist, dass ich eine tolle Familie habe, super Freunde und den besten Partner, den ich mir vorstellen kann und mir alle beistehen, sonst hätte mein Leben keinen Sinn mehr.
    Euch bitte ich: Haltet durch, unternehmt rechtliche Schritte. Es gibt eine ganze Menge, was man tun kann und lasst Euch nicht zum Opfer machen. Die Täter kennen keine Gnade, sie zerstören.

    Liebe Grüsse

    Vios

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  4. Holger Bolsinger schreibt:

    Hallo Leute. Ich hab vor 4 Jahren hier die Kommentare eröffnet. Heute möchte ich mal schreiben, was von meinen „Erfahrungen“ von damals geblieben ist.

    Zwischenzeitlich hat sich mein Gesundheitszustand sehr drastisch verschlechtert. Ich bin nicht mehr in der Lage zu arbeiten. Ob dies auf die damaligen Ereignisse zurück zu führen ist, oder ob ich auch ohne diese Erlebnisse ebenso erkrankt wäre ist fraglich. Allerdings wäre der Lebenswert mit Sicherheit ein besserer, hätte ich damals Gerechtigkeit erfahren.

    Erholt und oder rehabilitiert von den Ereignissen habe ich mich nicht. Alpträume und sehr starke Menschenfurcht begleiten mich nach wie vor. Ebenso waren alle Versuche wieder Boden unter die Füße auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu bekommen absolut vergeblich. Sicherlich sind solche Interneteinträge wie diese hier mitverantwortlich. Denn immerhin nenne ich Klarnamen. Solche Leute will keiner in seinem Betrieb haben, ob die Erzählungen nun stimmen mögen oder nicht. Ob der Schreiber nun ein Opfer ist oder nicht. Die Menschen (Arbeitgeber) wollen keine Leute die über soetwas reden.
    Schade, denn damit fordern sie diese Straftaten!

    Interessanterweise hat mich noch niemand daran hindern wollen. Ich wurde weder angemahnt, verklagt noch wurde eine Verfügung wegen Verleumdung oder Übler Nachrede gegen mich erwirkt. Ich bin mir jedoch ziemlich sicher, dass die Mitinvolvierten von damals und auch mein Ex – Arbeitgeber meine Worte längst gelesen hat.
    Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder sie wissen was damals war (und somit auch den entsprechenden Wahrheitsgehalt), oder aber sie finden es so unwichtig und sehen deshalb keinen Handlungsbedarf.
    Nun denn: In vielen Bewertungsportalen die es zu Arbeitgebern so gibt erscheinen immer häufiger über diese Firma solche negativen Aussagen.

    So, nun aber zu meinem jetzigen Leben:
    Den Kampf um Reha habe ich aufgegeben. Aus den gemachten Erfahrungen mit Mitmenschen, Arbeitgebern, Behörden und „Freunden“ habe ich mich dazu entschlossen keinen Finger mehr für dieses Land krumm zu machen.
    Mein Körper ist inzwischen völlig kaputt und meine Psyche so stabil, dass ich ganz genau weiß, dass ich meinem Land nichts mehr schuldig bin.
    Ich habe gelernt Deutschland zu verachten. Ich habe gelernt zurückgezogen und voller Misstrauen zu leben.
    Mir ist völlig egal was für Erwartungen an mich aus Seiten des Staates gestellt werden.
    Ich wurde sowas von im Stich gelassen, dass ich mich in keinster Weise mehr diesem Land verpflichtet fühle.
    In meinem Leben komme an erster Stelle ich und dann ganz lange nichts.
    Ich verspüre von Innen heraus keine Verpflichtung meiner Mitmenschen gegenüber. Dieses Recht muss jeder einzelne sich mir gegenüber erarbeiten.
    Ich grüßen keine Menschen mehr, erst dann wenn diese mich zuerst grüßen. Ich leiste keine Hilfe, sollte die Situation noch so ersichtlich sein.
    Ich beschütze meinen Inneren Kreis der Menschen die mich ganz nah umgeben. Wenns sein muss mit Gewalt.
    Ich habe nur zu ein paar Menschen auf dieser Welt Vertrauen. Und davon vertraue ich nur einem Einzigen völlig.

    Kurz gesagt: Aus innerer Überzeugung und dem was mir die lieben Mitmenschen angetan haben, habe ich die Seite gewechselt. Ich fühle mich nicht mehr als Deutscher Staatsbürger dem Staat in irgendeiner Form verbunden, verpflichtet oder Rechenschaft schuldig.

    Ich lache über dieses Land und finde es nur noch aberwitzig, mit seinen habgierigen Menschen darin. Ich sehe nur noch Lügner, Betrüger und egoistische Menschen die alles in der Lage sind zu tun um ihr helles Licht zu erhalten. Des Weiteren sehe ich blinde Kühe die Lieber wegschauen und sich aus allem raushalten wollen. Die Deutschen sind ein Volk voller Lügner, Betrüger, Feiglinge, Egoisten …

    Und daran, dass ich so geworden bin, tragen die Menschen die mir dieses Leid angetan haben die volle Verantwortung. Denn ich wurde von Außen so gemacht.
    Es gibt nur einen Menschen auf der Welt der mich so kennt wie ich wirklich bin.
    Es gibt nur einen Ort auf dieser Welt an dem ich mich traue so zu sein.
    Und mit diesem Menschen bin ich seit 2014 glücklich verheiratet.

    Ich habe keine Angst vor der Welt da draußen, vor den „lieben“ Mitmenschen. Ich habe Angst vor den Mitteln und Wegen die ich wähle, sollte ich von diesen angegriffen Werden um mich zu verteidigen. denn so gutmütig wie in der Vergangenheit werden diese nicht mehr sein.

    Die haben etwas Wichtiges vergessen: Ich hab nicht mehr viel zu verlieren, da sie mir ohnehin schon alles genommen haben. Und an meinen inneren Kreis lasse ich nicht einen Hauch von Kratzer kommen. Nicht einmal ein Staubkörnchen ohne meine Zustimmung kommt dort rein.

    Nett war Gestern. Heute Gilt Zahn um Zahn. Gleiches mit Gleichem. Das Wort Vergebung wurde aus meinem Duden gestrichen. Vergeltung und Rechenschaft steht an jener Stelle.

    Die Erfahrung, dass man eben nicht des eigenen Glückes Schmied ist hat mich geprägt. Die Lehre, dass man von Anderen gemacht wird, ist meine wichtigste Lehre die ich daraus gezogen habe.
    Die Erfahrung, dass man eben nicht nach erbrachter Leistung bewertet wird, sondern nach Symphatie und Intrigierfähigkeit hat mich weitergebracht als es jedes Studium und jeder Abschluss in der Lage wären.
    Die Erfahrung, dass wer zuerst anzeigt automatisch Recht hat, dass Frauen eher geglaubt wird als Männern, dass Beweise absolut wertlos sind, dass Gerechtigkeit nichts mit Rechtssystem zu tun hat.
    Diese Erfahrungen haben mich groß gemacht. Mich und meinen Hass…

    Diese Erfahrungen zeigten mir, was man seinen Kindern wirklich weitergeben muss um in dieser Gesellschaft bestehen zu können.
    Liebe und die Fähigkeiten sich zur Wehr setzen zu können. Die Fähigkeiten Menschen als das zu erkennen was sie sind.

    Wer seinen Kindern lehrt sie sollen Respekt vor Älteren haben, diese auf der Straße grüßen und immer freundlich sein, hilsbereit, selbstlos, und stests respektvoll ergeben, der lehrt ihnen in dieser Welt gekonnt unter zu gehen. Alte Werte (menschliche Werte) bieten nur Angriffsfläche.

    Diese Gesellschaft, dieses System basiert auf Härte, unmenschlichkeit, Aggression, Misstrauen, Eigennützigkeit, Habgier, Kompromisslosigkeit, Verrat …
    Denn genau diese Menschen sind die erfolgreichsten in diesem System.

    Zwei Möglichkeiten bleiben zur Selbstentscheidung offen:
    Entweder man schwimmt mit und wird genauso, oder aber man entscheidet sich dazu dies nicht zu mögen und lebt somit automatisch am Rand der Gesellschaft.

    Bei erster Entscheidung wird man von der Gesellschaft gemacht, bei zweiter Entscheidung lebt man zwar nach eigenen Werten, jedoch ohne Gesellschaftliche Resilienz. Soetwas wie freier Wille gibts in keinem von beiden Fällen.

    Niemand entscheidet wirklich frei was er ist. Man wird grundsätzlich von den Mitmenschen geformt und gemacht. Man unterliegt zwangsläufig den Bewertungen anderer. Alle Menschen werten. Und wenn die Mitmenschen sich dazu entschließen , dass ihnen irgendetwas (was absolut nichts mit der Leistungsfähigkeit zu tun hat) nicht passt, dann bist du raus. Egal wie gut du vorher in der Schule, im Job oder sonst irgendwie postive Leistung erbracht hast.
    Von wegen es wird nur nach erbrachter Leistung bewertet. Das ist Blödsinn!!!
    Es ist absolut egal, was für Noten dass Du in der Schule schreibst. Es ist absolut egal wieviele Überstunden Du schiebst. Es ist absolut egal wieviel Du in einer Stunde arbeitest.
    Denn wenn den Anderen nur die geringste Kleinigkeit (Haarfarbe, Lieblingsmusik, …) nicht passt, dann machen die Dich fertig.

    Also warum sollte ich anders sein? Warum sollte ich nett sein? Warum sollte ich nciht so sein, wie es all die netten Mitmenschen die vergangenen 39 Jahre zu mir waren?

    Es gibt keinen Grund nett zu sein!
    Es gibt keinen Grund hilfsbereit zu sein!
    Es gibt keinen Grund gerecht zu sein!
    Es gibt keinen Grund freundlich zu sein!

    Nicht zu Menschen die sich diese Rechte durch ihr Handeln und Tun erworben haben. Und dies sind nun mal alle die man zum ersten mal sieht, die man nur oberflächlich kennt, die Geschäftspartner sind, ja sogar manchmal die eigenen Freunde.

    Vertrauen gehört zu den Eigenschaften die erst hart und über lange Zeit erarbeitet werden müssen.
    Niemand hat die Pflicht den Mitmenschen Vertauen entgegen bringen zu müssen.
    Jeder hat das Recht, seinen Mitmenschen zu misstrauen.

    Das ist es was ich meinen Kindern lehre …

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