Mobbing und die Bundesregierung schaut zu

Von Klaus-Dieter May
Anders als die Bundesregierung sowie deren Ministerinnen und Minister, haben sich bisher zahlreiche Politiker aus den Bundesländern mit einem Statement gegen Mobbing ausgesprochen und damit deutlich gemacht, wer mobbt oder Mobbing zulässt, schadet nicht nur den Opfern, sondern der gesamten Volkswirtschaft!

Es wird immer häufiger ein Anti-Mobbing-Gesetz gefordert; Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger ließ uns über den Petitionsausschuss dazu lediglich mitteilen, die Bundesregierung „spricht mit einer Stimme“; deshalb gäbe es kein Statement aus dem Hause des Ministeriums für Justiz, s.: http://tinyurl.com/2uldxxo

Es ist zu hoffen, dass auch die Bundesregierung, dort natürlich insbesondere unsere Bundeskanzlerin Frau Dr. Merkel, als bald öffentlich Mobbing nachdrücklich ächtet.

Die Landesregierungen bitten wir hierzu um Unterstützung, denn Mobbing ist ein Bundesproblem und die Opfer erwarten gerade deshalb auch von der Bundesregierung vorbildliche Initiativen gegen Mobbing.

Und zum Schluss noch ein Statement aus Bremen:
„Karoline Linnert, Bremer Bürgermeisterin und Finanzsenatorin (18.08.2010): Wenn Menschen systematisch über einen längeren Zeitraum angefeindet, schikaniert oder diskriminiert werden, darf niemand wegsehen. Gezielte Ausgrenzung ist Psychoterror mit dramatischen Folgen für die Betroffenen und die Leistungsfähigkeit der gesamten Organisation. In Bremen thematisieren wir das Thema Mobbing in der Verwaltung offensiv. Unter dem Motto „Mobbing? Ohne mich!“ und „Mobbing – eine Herausforderung in der Beratung“ gibt es Kurse im Fortbildungsprogramm für den öffentlichen Dienst. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfahren dort, wie sich Mobbing entwickelt, was Ursachen sein können und was man/frau dagegen tun kann. Für Personalräte und Frauenbeauftragte gibt es ein spezielles Schulungsangebot mit Fallbeispielen und deren Analyse, wo Interventionsmöglichkeiten aufgezeigt werden und ein „Erstgespräch“ mit betroffenen Kolleginnen und Kollegen geprobt werden.

Mobbing ist kein Kavaliersdelikt! Der Schutz vor Ausgrenzung und Diskriminierung ist auch Aufgabe der Zivilgesellschaft. Deshalb begrüße ich Initiativen, die sich hier engagieren und Betroffenen Hilfe anbieten.“ Quelle: http://tinyurl.com/36w5oe6

Klaus-Dieter May
www.mobbing-web.de
Pro Fairness gegen Mobbing – Arbeitsgemeinschaft gegen Mobbing
Bürgerinitiative seit 1999

Landesarbeitsgerichtes Erfurt vom 15.02.2001:“Der Staat, der Mobbing in seinen Dienststellen und in der Privatwirtschaft zulässt oder nicht ausreichend sanktioniert, kann sein humanitäres Wertesystem nicht glaubwürdig an seine Bürger vermitteln und gibt damit dieses Wertesystem langfristig dem Verfall preis.“

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Eine Antwort zu Mobbing und die Bundesregierung schaut zu

  1. KlausDieterMay schreibt:

    Da wird um Bundestag über alles Mögliche diskutiert, aktuell über ein Gesetzentwurf Zwangsverheiratung, die entschieden bekämpft werden muss!
    Wann aber wird im Bundestag zum Thema Mobbing und physische Belastungen am Arbeitsplatz öffentlich zu diskutieren? Mobbingopfer fordern seit vielen Jahren ein „Anti-Mobbing-Strafgesetz“, aber alle Parteien im Bundestag und die Bundesregierung ignorieren das Thema Mobbing!
    Die 77.ASMK im Kieler Schloss am 25/26. Oktober 2000 beschloss:
    „Die Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren für Arbeit und Soziales der Länder beauftragen einstimmig den Länderausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik, bis zur 79. ASMK ein Konzept zu erstellen, das die Ermittlung belastender psychischer Einflussfaktoren in konkreten betrieblichen Situationen erlaubt und Möglichkeiten zur Prävention solcher Belastungen aufzeigt.“

    Vor 11 Jahren – anlässlich der 77. ASMK im Kieler Schloss am 25./26. Oktober 2000 – haben die Vertreter der 16 Bundesländer einstimmig den Länderausschuss für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit (LASI) beauftragt, ein Konzept zu erstellen, das die Ermittlung belastender psychischer Einflussfaktoren in konkreten betrieblichen Situationen erlaubt und Möglichkeiten zur Prävention solcher Belastungen aufzeigt. Die 2003 vorgelegte LASI-Veröffentlichung (LV) 34 „Gegen Mobbing“ ist bis heute nicht abschließend evaluiert, obwohl – nach Mitteilung des LASI-Vorsitzenden Steffen Röddecke vom 4. Januar 2011 – „für den LASI außer Frage steht, dass dem Mobbing Einhalt geboten werden muss“ und „seitens des LASI jegliches Engagement, welches sich gegen Mobbing richtet, begrüßt“.

    Aber seit über 11 Jahre ist es LASI und den Ministerinnen und Ministern, Senatorinnen und Senatoren für Arbeit und Soziales der Länder (ASMK) noch immer nicht gelungen, ein abschließendes Konzept vorzulegen!

    Unglaublich aber war! Jeder Arbeitnehmer der so arbeiten würde, wäre schon längst gekündigt!

    Aber auch der DGB schaut wortlos zu und wundert sich Mitglieder zu verlieren. Ein Herr Sommer lässt sich lieber mit eine Friedenstaube ablichten, anstatt Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor Mobbing zu schützen! Sagt was Herr Sommer!

    Unser Vorschlag an den DGB, machen Sie den 1.Mai 2011 zu einen „ Anti-Mobbing-Tag“ und schweigen Sie nicht wieder zum Thema Mobbing, Bagatellkündigungen und physische Belastungen am Arbeitsplatz.

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