Experten vom TÜV SÜD helfen Unternehmen dabei, Konfliktherde zu lösen und beraten Mobbingopfer, was diese unternehmen können.

Mobbing – Handeln bevor es zu spät ist
Jeder achte Erwerbstätige ist regelmäßig Erniedrigungen ausgesetzt. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts für Markt- und Sozialforschung (IFAK). Die Folgen von Mobbing sind gravierend: Neben psychischen und physischen Schäden, die die betroffenen Personen erleiden, kostet Mobbing die Unternehmen, den Staat und die Krankenkassen Milliarden. Arbeitgeber müssen daher erkennen, dass Mobbing ein ernstes Thema ist und sie im Fall der Fälle frühzeitig handeln sollten. Darüber hinaus unterliegen sie auch gesetzlichen Verpflichtungen. Experten vom TÜV SÜD helfen Unternehmen dabei, Konfliktherde zu lösen und beraten Mobbingopfer, was diese unternehmen können.

Mobbing ist schon lange kein Modebegriff mehr, sondern ein ernstes Thema, mit dem sich jeder Angestellte und Vorgesetzte auseinandersetzen sollte. Scherze und kleine Späße unter Kollegen gehören zum Berufsalltag und können im richtigen Maß einen positiven Einfluss auf das Betriebsklima haben. Sobald jemand systematischen Angriffen, Anfeindungen und Diskriminierungen ausgesetzt wird, ist von Mobbing die Rede – abgeleitet vom Englischen to mob, was anpöbeln bedeutet. Durch stetige Angriffe über Monate hinweg wird eine Person zermürbt, krank oder in die Flucht geschlagen.

Zu Mobbing kommt es, wenn sich negative Gefühle gegenüber einer Person, wie Neid, Eifersucht und Angst entwickeln. Die Folgen sind verheerend: „Verursacht durch den andauernden seelischen Druck, leiden Mobbingopfer oft unter Schlaflosigkeit, Magenbeschwerden, Angstzuständen, Konzentrationsstörungen, Erschöpfung, Depressionen und dem Verlust des Selbstwertgefühls. Zudem reagieren betroffene Personen vielfach mutlos und mit innerer Kündigung“, erklärt Kerstin Reviol, Leiterin Arbeitspsychologie bei der TÜV SÜD Life Service GmbH. Dadurch bleibt das volle Potenzial am Arbeitsplatz unausgeschöpft und es werden mehr Fehler verursacht. Das Ziel ist erreicht, wenn das Opfer kündigt oder ihm letztendlich aufgrund zu hoher Fehltage oder Fehler gekündigt wird. Die IFAK schätzt, dass 17,6 Milliarden Euro an Kosten durch die ungewollte erzeugte Fluktuation entstehen. „Unternehmen sollten im eigenen Interesse jedes Anzeichen von Mobbing ernst nehmen und rechtzeitig handeln“, sagt Reviol.

Nicht zuletzt obliegt dem Arbeitgeber der Schutz des Persönlichkeitsrechts eines jeden Mitarbeiters. Er ist daher verpflichtet, den Arbeitsablauf so zu organisieren, dass seinen Arbeitnehmern kein Schaden zugefügt wird. Zumal eine frühzeitige Intervenierung das Problem meist ohne größere Konflikte und Schäden beiseitigen kann.

TÜV SÜD unterstützt Unternehmen in punkto Mobbing
Die TÜV SÜD Life Service betreut die Mitarbeiter von mehr als 10.000 Unternehmen in Deutschland hinsichtlich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes und entwickelt individuelle Lösungen zum Umgang mit Stress, zur Förderung der Arbeitsmotivation, bei Suchtgefährdung sowie Über- oder Unterforderung. In punkto Mobbing unterstützen die Fachleute von TÜV SÜD gezielt vor Ort. Sie führen Sondierungsgespräche mit Opfer und Täter und analysieren die Situation. „Unser Ziel ist es in solchen Fällen, mit den Betroffenen im Unternehmen nach Auswegen zu suchen und konkrete Handlungsschritte festzulegen“, sagt Psychologin Reviol. Durch diese und andere Maßnahmen werden Bedingungen am Arbeitsplatz geschaffen, die die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter schützen. Die Mitarbeiter honorieren dies durch bessere Leistungsfähigkeit. Die TÜV SÜD-Experten helfen, Kosten durch Arbeitsunfälle, einseitige Belastungen und Krankheiten zu verringern und auch Leistungseinbrüche durch psychischen Stress oder Überforderung können die Fachleute durch ein durchdachtes Betriebliches Gesundheitsmanagement wirksam abfedern.

Weitere Informationen für Medien zum Thema Betriebliches Gesundheitsmanagement gibt es im Internet unter: www.tuev-sued.de/presse/BGM.

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Eine Antwort zu Experten vom TÜV SÜD helfen Unternehmen dabei, Konfliktherde zu lösen und beraten Mobbingopfer, was diese unternehmen können.

  1. jko.schwindt schreibt:

    Hallo Leute, bei uns im Betrieb ist Mobbing an der Tagesordnung. Innerhalb von zwei Jahren 2 Selbstmord versuche, einer angeblich Alkoholiker, hat beim Duschen einen Herzinfarkt erlitten, der andere hat angeblich Drogenprobleme. Ich selbst erhielt eine mündliche Abmahnung, weil ich einen personellen Engpass verursachte, obwohl der Vorgesetzte die mit dem Betribsrat vereinbarten Betriebsvereinbarungen missachtete. Wir sollen abgebaut werden, und uns wurde ein Optimierer vor die Nase gesetzt. Der Kollege, der nun einen Selbstmordversuch beging, laut Aussage seiner Schwester, hat laut Aussage des Vorgesetzten Drogenprobleme. Obwohl uns ist bekannt,
    er hat Existenzängste, weil der Betrieb vor dem Outcourcing steht.

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