ePetition: Unbedingt mitzeichnen und Mobbing so zum Thema machen

Unbedingt mitzeichnen & Mobbing so zum Thema machen!
Mobbing und Bossing sind Themen des Arbeitsschutzes; die Diskussionen dazu erschöpfen sich jedoch seit über zehn Jahren regelmäßig auf den Nebenschauplätzen der Begriffsdefinitionen, Bedeutungen, Häufigkeit, Verschulden usw. oder werden ganz gezielt immer wieder dahin gesteuert. In diesem Zusammenhang herrscht vermeintlich weder Einigung zu den verschiedenen Begrifflichkeiten, noch über die dementsprechenden Zuständigkeiten und darüber hinaus werden die Probleme von den zuständigen Behörden aus ihrer Öffentlichkeitsarbeit weitestgehend ausgeklammert.

Dazu lautet die offizielle Begründung bis heute, dass eine Risikobewertung wegen der Fülle der ausschlaggebenden Faktoren nicht möglich sei – was schlichtweg irreführend ist, denn von der BAuA selbst gibt es genügend wissenschaftliche Tools zu Handlungsprofilen und Gefährdungsbeurteilungen von psychischen Belastungen. Und auch trotz des im Arbeitsschutz allgemein gültigen Grundsatzes; der Verhältnisprävention vor der Verhaltensprävention, werden die meisten Maßnahmen zur Stressprävention den betroffenen Arbeitnehmern in die Verantwortung gegeben. Damit bestätigt sich eine Wahrnehmung von Betroffenen und aktiv Engagierten, dass bis heute die Themen Mobbing und arbeitsbedingte psychischen Erkrankungen kaum Beachtung finden bzw. überwiegend verzerrt dargestellt werden. Die einseitige öffentliche Darstellung dazu, spiegelt insofern gleichfalls nur die defizitäre politische und gesellschaftliche Auseinandersetzung wieder.

Mit der gleichfalls ausbleibenden klaren gesetzlichen und politischen Positionierung, wird die vorherrschende polemische Meinungsbildung nur noch bestärkt. So muss Mobbing für Außenstehende zwangsläufig als das unsympathische Problem einer vermeintlichen Randgruppe erscheinen. Veröffentlichungen in den Medien gehen dazu häufig über die Verharmlosung eines sogenannten „Phänomens“ bis zu einseitigen Schuldzuweisungen oder allgemeinen Diskussionen über die verschiedenen Begrifflichkeiten nicht hinaus.

„Dass Gewalt, Mobbing und Belästigungen an vielen Arbeitsplätzen in Europa zunehmend üblich sind, geht aus einem neuen Bericht der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) hervor. Die Reaktion von Unternehmen und nationalen Regierungen darauf wird aber vielfach als unangemessen empfunden.“ Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, 2010: „Gewalt und Belästigung in Europa auf dem Vormarsch“. URL: http://tinyurl.com/5ramenz (Stand: 03.09.2011)
Dies ist die Einleitung einer Pressemittelung von Anfang 2010 über die Ergebnisse einer bereits 2005 abgeschlossenen Studie, die allerdings bezeichnenderweise noch nicht in deutscher Sprache vorliegt. Auf Nachfrage bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zu weiteren Auskünften in diesem Zusammenhang gab es von dort die Information, dass zurzeit keine MitarbeiterInnen über dieser Studie oder allgemein zum Thema Mobbing Auskunft geben können bzw. daran arbeiten würden.

Prävention ist nur mit dem Einsatz wirksamer Sanktionen möglich.

Quelle: http://tinyurl.com/6y66hf4

Jetzt mitzeichnen: http://tinyurl.com/5topgos

***
Pro Fairness gegen Mobbing: www.mobbing-web.de

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3 Antworten zu ePetition: Unbedingt mitzeichnen und Mobbing so zum Thema machen

  1. kdm13 schreibt:

    Gewalt und Belästigungen am Arbeitsplatz in Europa auf dem Vormarsch

    News release – 31.01.2011

    Dass Gewalt, Mobbing und Belästigungen an vielen Arbeitsplätzen in Europa zunehmend üblich sind, geht aus einem neuen Bericht der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) hervor. Die Reaktion von Unternehmen und nationalen Regierungen darauf wird aber vielfach als unangemessen empfunden.

    Abhängig von Land, Wirtschaftszweig und Untersuchungsmethode leiden zwischen 5 und 20 % der europäischen Arbeitnehmer unter Gewalt durch Dritte. Der Bericht „Workplace Violence and Harassment: a European Picture“ (Gewalt und Belästigungen am Arbeitsplatz: die Situation in Europa) stellt internationale Statistiken bereit, die von der zur EU-OSHA gehörigen Europäischen Beobachtungsstellen für arbeitsbedingte Risiken erhoben wurden. Wie ihre kürzlich durchgeführte europaübergreifende Arbeitsplatzumfrage ESENER zeigt, sind 40 % der europäischen Führungskräfte mit Gewalt und Belästigungen am Arbeitsplatz konfrontiert, doch haben von ihnen nur etwa 25 % – und in vielen EU-Ländern gerade einmal 10 % – Verfahren eingeführt, um diesem Problem zu begegnen. Noch dringlicher ist dieses Problem im Gesundheits-, Sozial- und Bildungswesen, wo es von mehr als 50 % der Führungskräfte als Problem für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz eingestuft wird.

    „Auch wenn nicht alle Fälle registriert werden, bedrohen Gewalt und Belästigungen die Sicherheit und das Wohlergehen der Arbeitnehmer in Europa ganz erheblich“, erläutert Jukka Takala, Direktor der Agentur. „Gewalt, verbale Aggressionen oder Bedrohungen von Arbeitnehmern durch Kunden oder Patienten sind kritische Probleme des Bereiches Sicherheit und Gesundheitsschutz. Und die psychologischen Folgen sind manchmal noch gefährlicher als körperliche Verletzungen. So können Belästigungen am Arbeitsplatz zu Stress, langfristiger Arbeitsunfähigkeit und gar zu Selbstmord führen. Wirtschaftliche Folgen sind verminderte Produktivität, erhöhte krankheitsbedingte Fehlzeiten, stärkere Mitarbeiterfluktuation und behinderungsbedingte Frühberentung, oft schon in jüngerem Alter.“

    Der Bericht zeigt außerdem, dass Gewalt am Arbeitsplatz in vielen europäischen Ländern noch nicht genug Beachtung findet, und dass sich nur sehr wenige spezifische Initiativen mit dieser Problematik befassen. Auf nationaler Ebene und bei einzelnen Unternehmen besteht somit Sensibilisierungsbedarf, und es müssen Strategien und Verfahren eingeführt werden, um Gewalt und Belästigungen am Arbeitsplatz einzudämmen und zu verhindern.

    Die EU-OSHA hat politische Entscheidungsträger, Forscher sowie Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter in einem zweitägigen Seminar zusammengebracht, um die Herausforderungen zu diskutieren, die mit einer wirksamen Eindämmung der Gewalt am Arbeitsplatz verbunden sind, und um konkrete neue Vorgehensweisen zum Schutz von Gesundheit und Wohlergehen der Arbeitnehmer aufzuzeigen, die auf die spezifischen Erfordernisse von Ländern und Unternehmen zugeschnitten sind.
    Quelle: http://tinyurl.com/5ramenz

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  2. kdm13 schreibt:

    Natürlich ist unser Ziel ein Anti-Mobbing-Strafgesetz! Dafür gab es schon viele Eingaben an den ePetitionsausschuss, diese wurden aber leider hier nie zum mitzeichnen veröffentlicht…

    Manchmal muss man ein Umweg gehen, um ein Ziel zu erreichen

    Dank an alle für die Unterstützung!

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