Mobbing, Stress, Initiativen und Studien

Pressemitteilung von: mobbing-web / 02.02.2013: Geprägt wurde der Begriff „Mobbing“ vom schwedischen Arzt und Psychologen Heinz Leymann, bereits in den 70er Jahren. Der Begriff beschreibt direkte und indirekte Angriffe auf Arbeitnehmer.

In Deutschland sind laut Studien über 1,6 Millionen Erwerbstätige Opfer von Mobbing.

Laut Mobbingbericht der Bundesregierung (2002) ist Mobbing, dass „eine Person am Arbeitsplatz häufig und über einen längeren Zeitraum schikaniert, drangsaliert oder halt benachteiligt und ausgegrenzt wird”. Es wurden seither zahlreiche Studien zum Thema Mobbing veröffentlicht, mit vielen Tipps und Informationen zur Prävention, aber die Patentlösungen für das große Problem Mobbing wurde bisher nicht aufgezeigt, damit die Betroffenen tatsächlich effektive Hilfe erfahren!

Anzumerken hierzu ist allerdings, dass die von der damaligen Bundesregierung in Auftrag gegebene Studie von 2002, sicher nicht mehr aktuell ist.

Daher haben wir eine entsprechende Petition 2011 eingereicht:

Petition 19665

Arbeitsschutz – Studie „Mobbing am Arbeitsplatz“ vom 31.08.2011

Text der Petition

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass eine neue Studie betreffend „Mobbing am Arbeitsplatz“ in Auftrag gegeben wird.

Begründung

Die erste und bisher einzige Studie, der „Mobbing Report 2002“, wurde 2002 veröffentlicht. Daher wäre eine neue Studie wünschenswert, insbesondere auch um festzustellen, ob Mobbing am Arbeitsplatz nach wie vor ein großes gesellschaftliche Problem darstellt. Aktuelle und verlässliche Zahlen scheinen auch daher notwendig, damit ggf. effektive Maßnahmen gegen Mobbing eingeleitet werden können.

Seit 2011 in Beratung!!!! Irgengtwie hat man wohl ein Problem mit der Petition … , siehe: http://tinyurl.com/bgbxowd

„Mobbing ist Stress (s. DUDEN: „starke körperliche u. seelische Belastung“) für die Betroffenen, der möglicherweise zu dem „normalen“ Stress jeder Arbeit erschwerend hinzu kommt, wenn „Arbeitskolleg[inn]en ständig schikanieren [mit der Absicht, sie von ihrem Arbeitsplatz zu vertreiben]“ (s. DUDEN).

„Normaler“ Stress ist unvermeidbar; Mobbing ist gewollt“.

Der Stressreport Deutschland 2012, den die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) jetzt veröffentlicht hat, ist insofern unvollständig, weil Mobbing als Ursache als Stress nicht berücksichtigt wurde!

Die Betroffenen haben kaum eine Chance diesen Konflikt aus eigener Kraft zu beenden, deshalb sollten sich Betroffene gut informieren und ggf. seriöse Hilfe und Unterstützung in Anspruch nehmen, um wenigstens ohne gesundheitliche Schäden aus dieser Situation zu kommen. Auch wenn sie Hilfe in Anspruch nehmen, ist das natürlich keine Gewähr für den Erhalt des Arbeitsplatzes!

Wer sich beim Vorgesetzten, beim Arbeitgeber oder beim Betriebsrat/Personalrat über „Mobbing“ beschwert, muss damit rechnen, in die „falsche Schublade“ gesteckt zu werden. Auch dann, wenn der Vorwurf des Mobbings ernst genommen wird, kommt es letztlich auf die konkreten Schikanen an, denen man ausgesetzt ist. Sind diese Schikanen gravierend, kann man vom Arbeitgeber Abhilfe verlangen.

Insbesondere der Personalrat/Betriebsrat hat es in der Hand, Probleme innerhalb des Unternehmens mit der Leitung zu erörtern, ohne Namen nennen zu müssen.

Die Probleme nicht „auf die lange Bank schieben“! Je eher man gegen dieses Problem angeht, desto geringer sind die psychischen Auswirkungen.

Lassen Sie sich für ihr Vorgehen unbedingt vorab beraten, je früher desto besser, fachkundigen (!) Rat holen. Nur wer gut informiert ist, kann sich ggf. erfolgreich gegen Mobbing oder Bossing schützen oder wehren!

Wer sich von Mobbing betroffen fühlt, sollte sich nicht in die Opferrolle fügen, sondern überlegt, taktisch und mit Bedacht handeln.

Ein „Mobbingtagebuch“ sollte jeder Mobbingbetroffene führen. So ein Mobbingtagebuch wirklich regelmäßig und detailliert zu führen, macht sicherlich Arbeit und erfordert Disziplin. Allerdings erfüllt es wichtige Funktionen: es dient der Beweissicherung. Alle Vorkommnisse werden aufgelistet, Zusammenhänge können ersichtlich werden – Richter/innen, Rechtsanwälte/innen, Berater/innen, Ärzte/innen, Unternehmen etc. können schwarz auf weiß nachlesen, was genau sich wie zugetragen hat, ferner hilft es bei der persönlichen Bewältigung.

Kompetente Rechtsberatung rechtzeitig einholen!

Wir kämpfen für ein Anti-Mobbing-Strafgesetz in Deutschland!

Anti-Mobbing-Gesetze sind möglich!

Anti-Mobbing-Strafgesetze gibt es bereits in Frankreich, Serbien, Schweden, Norwegen, Finnland, Dänemark, Belgien, in den Niederlanden und der Schweiz.

„Mobbing empört uns, Mobbing ist besonders im aufgeklärten Europa unvereinbar mit den Menschenrechten“!

Werden auch Sie mit Ihrem Statement Botschafter/in „PRO FAIRNESS GEGEN MOBBING“ und ergänzen die Liste der vorhandenen „Stimmen und Gesichter gegen Mobbing“.

http://www.mobbing-web.de

Kontakt
Klaus-Dieter May
eMail: info [at] mobbing-web.de
www.mobbing-web.de

Advertisements

Über kdm13

Homepage: http://www.kdm13.de/
Dieser Beitrag wurde unter Mobbing abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Mobbing, Stress, Initiativen und Studien

  1. Amira schreibt:

    Mobbing ist ein Thema, was immer aktuell in Deutschland sein wird und deswegen ist es doch stark verwunderlich, dass es hier immer noch keine Gesetze gegen diese zielgerichteten Angriffe gibt, obwohl Jahr für Jahr zahlreiche Fälle eingehen tuen. Die Opfer von Mobbing sollten in der Lage sein sich wehren zu können, ohne in Handgreiflichkeiten abzugleiten.

    Mobbing-Opfer wehrt sich – ProSieben

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s