Lesestoff: Mobbing – nicht mit mir! – karriere.at


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Mobbing: Statement von Frank-Walter Steinmeier Team


Statement Frank-Walter Steinmeier Team, SPD (25.09.2009):Die SPD setzt sich für mehr Beschäftigung und gute Arbeit ein. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollen ordentlich bezahlt und unter guten Rahmenbedingungen arbeiten. Das heißt selbstverständlich auch, dass wir Arbeit wollen, die sie nicht seelisch und körperlich durch schikanierendes Verhalten anderer regelrecht krank macht.
Als Mobbing bezeichnet man das Verhalten von Arbeitskollegen, Schulkameraden oder von Menschen im privaten Umfeld, mit dem diese andere gezielt schikanieren, ausgrenzen oder tyrannisieren. Dabei kann Mobbing viele Gesichter haben: Beleidigende, entwürdigende Äußerungen, Einschüchterung, Drohungen und vieles mehr. Auch sind es am Arbeitsplatz nicht immer die Kollegen, die das Opfer peinigen, allzu oft geht das Mobbing auch von einem Vorgesetzten oder dem Chef des Unternehmens aus.
Die Mittel und Wege, mit denen Mitmenschen schikaniert werden, sind ungemein vielfältig oft perfide. Eine allgemeine Definition des Begriffs „Mobbing“ wäre sehr wünschenswert. Versuche, das vielschichtige Problem justiziabel zu machen, sind bisher nicht von Erfolg gekrönt. Auch der Blick ins Ausland, wo es vereinzelt Normen gibt, die Mobbing als Tatbestand formuliert haben, zeigen, dass Sachverhalte im Graubereich oft nicht erfasst werden. Nach unserer Ansicht gibt es bisher keinen zufriedenstellenden allgemeingültigen Ansatz, der den Opfern umfassend Schutz und uns allen mehr Rechtssicherheit gibt.
Aber Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können sich heute besser wehren, als noch vor ein paar Jahren. Sie haben heute rechtliche Möglichkeiten, sich gegen Mobbing zur Wehr zu setzen. Sie können sich bei den zuständigen betrieblichen Stellen beschweren. Gegen mobbende Kollegen, Vorgesetzte oder Arbeitgeber haben sie einen Anspruch auf Unterlassung und können Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüchen geltend machen.
Darüber hinaus kann sich der / die Betroffene bei Benachteiligung aus Gründen der Rasse, ethnischer Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität nunmehr auf das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) berufen. Dieses Gesetz haben wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten gegen viel Widerstand von CDU/CSU aber auch aus der Wirtschaft konsequent durchgesetzt. Auch die nunmehr dritte europäische Antidiskriminierungsrichtlinie werden wir zügig in nationales Recht umsetzen. Dabei profitieren wir heute schon von unserer weitsichtigen Gesetzesarbeit mit dem AGG: fast alle neuen europäischen Vorgaben haben heute schon in Deutschland Gesetzeskraft.
Wir werden weiter an einem möglichst lückenlosen Schutz vor Mobbing arbeiten. Auch die Überlegungen für einen allgemeingültigen Tatbestand – etwa so wie er nach langer Zeit beim Thema Stalking gelungen ist – werden wir weiter verfolgen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Frank-Walter Steinmeier Team

Quelle:http://www.mobbing-web.de/frankwaltersteinmeier.php 

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Mobbing: Unzureichender Opferschutz


.Unzureichender Opferschutz

Doch wer schützt vor den Angreifern, die ihre Opfer schikanieren – durch Intrigieren oder Beleidigen, durch Drohungen oder Telefonterror, durch absichtliches Ignorieren oder subtiles Herabwürdigen? Der Gesetzgeber jedenfalls nicht ernsthaft, meinen Kritiker wie Argeo Bämayr.

„Obwohl die Verletzung der Psyche schlimmer und nachhaltiger als die Verletzung des Körpers sein kann, in Form des Suizids sogar tödlich verlaufen kann, stellt die psychische Gewalt keine Straftat der Körperverletzung dar“, kritisiert der Coburger Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie auf seiner Website „mobbingsyndrom.de“. Zivil- und arbeitsrechtlich könne Mobbing zwar verfolgt werden. Jedoch: „Die erfolgreiche Umsetzung ist kompliziert und daher bisher nur selten gelungen.“

Auch Klaus-Dieter May ärgert das Fehlen eines Straftatbestands Mobbing in Deutschland. Der Reinickendorfer gründete vor 18 Jahren die Online-Initiative „mobbing-web.de„. Einmal jährlich wird seit 2007 ein „Anti-Mobbing-Award“ vergeben, und zu Mays Aktion „Deine Stimme gegen Mobbing?“ haben etliche Bundesbürger Statements beigetragen. Unter ihnen Prominente wie der Regierende Bürgermeister von Berlin Michael Müller und Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig. Mobbinghandlungen als Tatbestand im Strafrecht mit Schadensersatzmöglichkeiten aufzunehmen, würde allen Mobbern und Unternehmen „ein klares ‚Stopp dem Mobbing – Stopp der Menschenrechtsverletzungen'“ vermitteln, appelliert May in seinem Blog „Mobbing, Recht & Politik“.  Weiterlesen: http://www.morgenpost.de/schueler/leben/article209572695/Gezielte-Demuetigung.html

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Mobbing ist eine der perversesten Verhaltensweisen, die ein Mensch an den Tag legen kann.


Prof. Dr. Martin Maties, Universität Augsburg (01.02.2017: Sehr geehrter Herr May, ich freue mich sehr, dass Sie einen wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten.
Mobbing ist eine der perversesten Verhaltensweisen, die ein Mensch an den Tag legen kann. Es zielt allein darauf ab, dass sich ein Mensch schlecht fühlt. Hieraus zieht der Mobbende eine positive Emotion. Es handelt sich also um eine abnorme Verhaltensweise, die auf das Tiefste verurteilt werden muss. Die zivilrechtlichen Sanktionen (des Arbeitsrechts) sind, ebenso wie die strafrechtlichen Sanktionen (Strafbarkeit wegen vorsätzlicher oder fahrlässiger) Körperverletzung, vorhanden. Hiervon muss in aller Schärfe Gebrauch gemacht werden. Leider liegt das Problem darin, dass viele Mobbingopfer sich nicht trauen, in die Öffentlichkeit zu gehen, da dies oftmals eher sensible Personen sind.

Man kann nur dazu aufrufen, dass sich Arbeitgeber – wie dies das Bundesarbeitsgericht fordert – schützend vor betroffene Arbeitnehmer stellen und die erforderlichen Maßnahmen (Versetzung, Abmahnung und Kündigung) treffen. Auch die Zivilcourage von Arbeitskollegen ist gefragt. Es ist sehr traurig, dass es Menschen gibt, die schlimmer als Kindergartenkinder (die es vielleicht nicht besser wissen), Spaß daran haben, andere Menschen zu quälen. Aber auch die Gesellschaft ist in der Verantwortung, sich kollektiv gegen Mobbingtäter zu wenden.

Es ist zudem erforderlich, dass eine Aufklärung stattfindet, dass es sich nicht um einen Spaß handelt, sondern dass Menschen psychisch und physisch geschädigt werden. Vielleicht kann bei einigen Tätern (denen nur die Erkenntnis fehlt) so ein Bewusstsein erzeugt werden umzudenken. Zwar kann man auf durch diese Vermittlung von Kenntnissen nur die Dummen erreichen und nicht die Bösen, jedoch ist dies trotzdem angezeigt. Zugleich kann man den non-helping-bystandern die Notwendigkeit ihres Aktivwerdens vermitteln.

Beste Grüße
Prof. Dr. Martin Maties
Universität Augsburg
Professur für Bürgerliches Recht, Arbeits- und Sozialrecht sowie Methodenlehre
Universitätsstr. 24
86159 Augsburg

Quelle: http://www.mobbing-web.de/martin-maties.php

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BKK-Gesundheitsreport 2016: Gesundheit und Arbeit


 

Branche und Alter beeinflussen Krankheit und Gesundheit stark

  1. Dezember 2016 [ BKK ]

Was jemand arbeitet, trägt entscheidend dazu bei, wie gesund beziehungsweise krank die Person ist. Das zeigt der BKK-Gesundheitsreport 2016 „Gesundheit und Arbeit“, für den die Daten von 9,3 Millionen Versicherten (darunter 4,4 Millionen Arbeitnehmern) analysiert wurden. Das Alter der Beschäftigten ist der zweite große Einflussfaktor auf den Krankenstand. Der Gesundheitsreport 2016 ist laut BKK-Angaben repräsentativ für das Erkrankungsgeschehen in der gesamten Arbeitswelt.

Weiterlesen: BKK-Gesundheitsreport 2016 ‚Gesundheit und Arbeit‘ (PDF, 35 MB)

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